PIM (Product Information Management) bezeichnet die zentrale, strukturierte Verwaltung aller Produktdaten und -inhalte in einem einzigen System, aus dem heraus alle Vertriebskanäle versorgt werden.
Ohne PIM liegen Produktdaten typischerweise verteilt in ERP, Excel-Listen, dem Shop-System und einzelnen Marketing-Dokumenten — mit der Folge, dass jede Änderung mehrfach händisch nachgepflegt werden muss und Kanäle unterschiedliche, teils widersprüchliche Informationen zeigen. Ein PIM löst das durch eine einzige Quelle der Wahrheit: Attribute, Beschreibungen, Bilder und Klassifikationen werden einmal gepflegt und von dort an Shop, Marktplätze, Kataloge und zunehmend auch KI-gestützte Kanäle ausgespielt.
Ein PIM unterscheidet sich von einem ERP-System dadurch, dass es nicht auf Transaktions- und Bestandsdaten optimiert ist, sondern auf die vollständige, kanalfähige Darstellung eines Produkts — inklusive Marketing-Texten, Bildern, technischen Attributen und regulatorischen Pflichtangaben.
PIM ist damit die technische Grundvoraussetzung für alles, was darauf aufbaut: von Digital-Shelf-Sichtbarkeit über regulatorische Pflichtangaben bis zur KI-gestützten Produktempfehlung — ohne saubere, zentrale Produktdaten lässt sich keine dieser Anforderungen dauerhaft erfüllen.